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Die Tänze des Cinquecento
Tanzformen & Tempi
BALLETTO
Die am häufigsten auftauchende Tanzbezeichnung
für die Cinquecentotänze.
Wahrscheinlich nur eine unbedeutende Spezifikation,
ahnlich unserer Bezeichnung "Tanz".
Alle Balletti bis auf den Ballo "il Piantone"
enthalten mehrere tempi
(sonata, sciolta, sciolta in gagliarda,
sciolta in saltarello, sciolta in canario).
Die scioltae sind dabei
meist im Dreiertakt.


BASSA & ALTA
Es gibt die Meinung,
dass diese Bezeichnung
mit den früher vorkommenden
"bassa danze" und "alta danza"
in Zusammenhang steht;
sie unterscheiden sich jedoch nicht wesentlich
in ihren Choreographien.


BRANDO
Auch dieser Name wird in Zusammenhang
mit den französischen "Branles" gebracht,
als Tanz bestehen Ähnlichkeiten
zu den späteren englischen Country dances.


CANARIO
Ähnlich der Cascarda-/Saltarello-Musik
bezeichnet er die schnellen Scioltatypen.
Es besteht Ähnlichkeit mit der französischen "Canarie"
diese ist jedoch im Zweiertakt.
Als eigenständiger Tanz ähnelt er
den anderen Improvisationstänzen.


CASCARDA
Eine fast nur bei Caroso
auftauchende Tanzspezifikation,
und auch nur für eigentändige Tänze
(d. h. nicht als sciolta).
Hat aber eine auffallende Verwandtschaft
mit den Saltarello-Teilen der Balletti.
Tritt meist paarweise in Kreisform auf
oder zu dritt in Triangolo oder Linie.
Kommt jedoch entgegen der derzeitigen Meinung
auch bei Lupi (jedoch nur im Zweiertakt)
und bei Santucci vor.
Außerdem ist eine der bekanntesten Cascarden
"Allegrezza d'Amore" aus dem Ballerino
als Choreographie des Tanzmeisters O. Martire
ausgewiesen.


GAGLIARDA
ist sowohl als Nachtanz (sciolta)
als auch als selbständige Tanzform überliefert.
Sie entwickelte wahrscheinlich schon früh
zur eigenständigen Tanzform eines Improvisationstanzes.
Sie enthält viele Solopassagen,
die (z.B. in den scioltae) abwechselnd
von Herr und Dame getanzt werden.
Es existieren nur wenige festgelegte Choreographien.


PASSO E MEZO
Als Choreographie oder mit Schrittvariantionen
nur bei Caroso und Lupi, jedoch häufig
als Musikform im Manierismus vorkommend.
Die Herleitung des Namens ist unklar
("ein Schritt und ein halber")
Auch der Ursprung ist nicht eindeutig zu klären,
da er nur in seiner komplizierten Improvisationsform
erhalten ist.
Er ist jedoch wahrscheinlich von der Pavane herzuleiten
und könnte mit der französischen Courante verwand sein.


PAVANA
Sie kommt als Tanzbezeichnung
im Cinquecento fast nicht mehr vor.
("Pavana di Matthei", il Ballerino).
Wahrscheinlich weil sie um 1600
nach ca. 75 Jahren schon "aus der Mode" war.
Bleibt aber trotzdem noch bis ins Barock
als Tanz und Musikform erhalten
("Pavane des Saisons", Feuillet, 1700).
Die Einleitung (sonata) der meisten Balli
hat jedoch Pavanencharakter.
Im größten Teil der Balletti
existiert auch das frühere Schema
Tanz/Nachtanz = Pavana/Gagliarda.


PAVANIGLIA
Sie existierte als Tanzform
in ganz Europa (z.B. Pavan di Spagna).
Sie ist ein Improvisationstanz,
der sich an die Form
des "Passo e mezo" anlehnt.
Es besteht nicht mehr
viel Verwandtschaft zur Pavane.


SALTARELLO
Er kommt im Cinquecento als Tanzbezeichnung
nur noch bei Caroso vor,
ist in der Musik der Zeit aber noch häufig vertreten.
Frühe Form(15. Jahrhundert) des Nachtanzes
wie auch der Tourdion.
Im Cinquecento findet er
nur noch als Scioltabezeichnung Verwendung.


SPAGNOLETTA
Sie ist um 1600 eine häufig existierende Musikform.
Wahrscheinlich leitet sie sich von der "La Spagna"
des 15. Jahrhunderts her und existiert ähnlich der Canarie
im geraden und ungeraden Takt (Spagnoletta und Spagnoletto).
Die letzen zwei Phrasen der Musik
haben Ähnlichkeit mit der Musik des Canario.


TORDIGLIONE
Er hat offensichtlich seinen Ursprung
im französischen Tourdion, dem Nachtanz
der Basse Dance des 15. Jahrhunderts.
Er kommt wie schon bei anderen Tänzen,
Pavana, Pavaniglia, Passo e mezo, etc.
mit Variationen für Herr und Dame vor.
Erstmals ist er in einer festgelegten Choreographie
im "il Ballerino" zu finden.
Er ist sehr vervand mit der Gagliarda,
nur dass er niedriger, leichter und schneller
getanzt werden soll.
Er wird nicht als Tanzform in den scioltae verwendet;
wahrscheinlich weil der fast ganz durch die Gagliarda
verdrängt wurde.



Die Tänze des Cinquecento
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Caroso - il Ballerino
Faksimile bei der Library of Congress

Caroso - Nobiltà di Dame
Faksimile bei der Library of Congress

Negi - Le Gratie d'Amore
Faksimile bei der Library of Congress






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